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TU Design Blog

Hinweise für Logodesigner

Viele Einrichtungen an der TUD gestalten ihre Logos selbst. Mitunter entstehen dabei gute Arbeiten, mitunter aber auch nicht. Auf der entstehenden Seite mit den bisher eingetragenen Zweitlogos an der TUD können Sie sich bald ein Bild davon machen.

Für den ambitionierten Logoschmied möchte ich hier kurz die wichtigsten Aspekte bzw. Stolpersteine umreißen:

Prinzipiell empfielt es sich, die Königsdisziplin des Grafikdesigns den Profis zu überlassen. Neben dem gestalterischen Handwerk ist der Grafiker auch in der Lage, Ihre Botschaft zu einem Symbol zu abstrahieren, geht dabei auf die anzusprechende Zielgruppe ein, verfügt über eine variantenreiche Palette an legal erworbenen Schriften und behält nebenbei auch die Verwendungsmöglichkeiten des fertigen Logos und Ihr Budget (Druckkosten, Weiterentwicklung etc.) im Auge.

Grundvorraussetzung für eine fruchtbare Zusammenarbeit ist ein ausführliches Briefing. Je konkreter Sie Ihre Vorstellungen vermitteln können, desto treffender wird die gestalterische Lösung. Bedenken Sie, daß jeder in seinem Fach zu Hause ist. Sie kennen Werk und Wesen Ihrer Einrichtung, dessen grafische Umsetzung aber ist der Beruf des Gestalters. Lassen Sie sich Entwürfe erklären und nehmen Sie Ratschläge an. Bitte bedenken Sie, daß Logodesign Zeit braucht. Planen Sie mehrere Korrekturgänge ein. Stimmen Sie die Bearbeitungszeit mit dem Gestalter ab.

Eine kostengünstige Möglichkeit, Logos professionell erstellen zu lassen, ist die Gruppe Gestaltung des Unimarketings. (Kontakt Frau Schumann)

Wer selbst konkrete Vorstellungen hat und diese auch selbst umsetzen möchte sollte dabei folgende Dinge beachten:

Allgemein:

Ein Logo ist nicht einfach nur ein Merkbildchen, sondern das zentrale Element Ihrer Außendarstellung und muß dabei Wahrnehmungsmechanismen der Zielgruppe und Marktgesetze bedienen.
Es muß im Aussehen (Farbgebung, Schriftbild, Gewichtung, Symbolik) Ihre Einrichtung in der gewünschten Weise charakterisieren, Fernwirkung haben, sich einprägen, Sie von den Mitbewerbern abheben und auch auf allen benötigten Medien funktioneren (viele Schriftzüge werden z.B. bei Webauflösung unleserlich)

Bedenken Sie, daß das Logo in erster Linie für den Betrachter gemacht ist und helfen soll, die öffentliche Wahrnehmung Ihrer Einrichtung zu verbessern.

Format:

Das Format des Logos sollte sich an der späteren Verwendung orientieren. Prinzipiell gibt es hier keine Einschränkungen, aber die Verwendung im TU CD, sowohl bei den gängigen Drucksachen als auch im WCMS, empfielt ein Querformat.

Ein Logo hat meist mehrere Versionen für verschiedene Anwendungen, Bildmarke, Bildmarke mit Wortmarke oder das Logo mit einem Claim, der die Ankürzung der Wortmarke ausschreibt oder die betitelte Einrichtung in Schlagworten umreißt. Diese Versionen sollten auch für den jeweiligen Verwendungszweck funktionieren.

Farbe:
Häufig werden bei farbigen Logos im Eigenbau die Standartfarben der Officeprogramme verwendet. Diese harmonieren weder mit dem Auge des Betrachters noch mit dem farblichen Rahmen des TU Designs.

Das Farbregister zum CD enthält eine Palette von Auszeichnungsfarben, die gut mit der allgemeinen Hausfarbe abgestimmt sind. Wer Anregungen oder konkrete Farbwerte braucht, kann sich hier für die Entwicklung des Zweitlogos bedienen.

Bei der Farbwahl sollten Sie allerdings auch bedenken, daß ein buntes Logo später immer in mehreren Farbdurchgängen gedruckt wird und die entsprechenden Druckkosten verursacht. Schon hier lohnt sich der Fachmann, denn der kennt den Unterschied zwischen CMYK und Sonderfarben und ist auch in der Lage, Entwürfe so anzulegen, daß man von der farbigen Version für kostengünstige Verwendung eine ansehnliche einfarbige “Budgetversion” ableiten kann.

Wortmarke:

Auch das Schriftbild gibt Auskunft über Ihre Einrichtung. Bitte bedenken Sie, daß die gängigen Systemschriften hauptsächlich Beliebigkeit signalisieren.

Die verwendete Schrift sollte gut lesbar sein. Halten Sie sich auch beim Auswählen der passenden Schrift Schlagworte vor Augen, die Sie mit Ihrer Einrichtung vertreten und vermitteln möchten. (sachlich, elegant, pragmatisch, effizient, modern, innovativ…).

Schriften sind lizenzpflichtige Software.

Lange Buchstabenkolonnen sind zu vermeiden. Betrachter erfassen lediglich bis zu vier Zeichen als zusammenhängendes Bild. Es ist nicht wichtig, die Einrichtung mit Punkt und Komma und vielleicht noch dem Dresdner Kfz-Kürzel zur Lokalisierung zu nennen. Niemand kann und möchte sich darunter etwas vorstellen. Besser ist es, eine kurze Abkürzung oder einen kompakten und einprägsamen Namen zu verwenden, ggf. durch eine Bildmarke zu untermauern und die Platzierung einer ausgeschriebenen Bezeichnung oder des Claims als “lange Version” des Logos vorzusehen.

Anfangsbuchstaben in Form von Arbeitsutensilien sind eher für Kinderbücher geeignet.

Bildmarke:

Typoexperimente, 3D Buchstaben, die offensichtlich der Microsoft-Office entsprungen sind, fliegende Einzelteile des TU Logos, Reste von Organigrammen oder gar Clipart Grafiken sind nicht geeignet, Ihre Einrichtung grafisch zu bezeichnen, wirken meist eher einfältig und sind Ihrem Image entsprechend abträglich. Handzeichnungen sollte man können oder lassen.

Eine Bildmarke charakterisiert den Träger des Logos. Sie kann als eingenständiges Symbol funktionieren oder auch den Schriftzug spezifizieren. Die Bildmarke KANN eine mehr oder weniger abstrakte Darstellung wesentlicher Elemente der Einrichtung enthalten. Sie muß nicht zwingend einen kompletten Produktionsablauf darstellen oder wie ein Bilderrätsel noch mal jeden einzelnen Begriff des Namens illustrieren und die Flaggen aller beteiligten Nationen nebst der Altstadtsilhouette enthalten.

Weit wichtiger ist, daß das Logo sich dem Betrachter einprägt.

Spätestens bei der Bildmarke empfielt es sich, Rat beim Fachmann einzuholen.

Verwendung:
Das fertige Logo muß in einer Reihe von Dateiformaten für verschiedene Verwendungen zur Verfügung stehen. Je nachdem, ob Ihr Logo vollflächig dargestellt wird oder der Hintergrund durchscheinen soll, müssen die angebotenen Dateiformate transparente Darstellung unterstützen.

Grundsätzlich benötigen Sie eine Vektorgrafik, .eps oder .ai (Illustrator Dokument). Diese enthält das Logo in Form von Vektorpfaden, die beliebig in jede Größe skaliert und gefärbt werden können. Dies ist das flexibelste und wichtigste Format, wird aber nicht von jedem Programm ohne Probleme eingebunden. Deshalb braucht es noch weitere Dateien, die auch ohne Fachwissen in Briefe, Webseite etc. eingesetzt werden können.

Für Druck sind Pixelgrafiken als .tif oder .jpg geeignet. Bedenken Sie, daß die Druckauflösung allgemein 300dpi beträgt. Weniger hoch aufgelöste Bilder sehen im Druck verschwommen bis pixelig aus. Jpg Bilder sind komprimiert. Ist die Komprimierung zu hoch eingestellt, bilden sich ebenfalls Störungen im Bild.

Fürs Web sind .gif und .png Bilder geeignet. Allgemeine Auflösung hier ist 72 dpi und die Farben müssen auf webtaugliche Werte umgerechnet werden die alle Browser korrekt darstellen können.

Auf die Eigenkreationen aus der Microsoft-Office und wenig gebräuchliche Dateiformate wie .svg, .dxf etc möchte ich nicht eingehen. Sie sollten das Logo immer so ablegen, daß es unter allen Umständen funktioniert und auch bei der Weiterverarbeitung im Hause oder beim Fachmann optimale Ergebnisse bringt und keine zusätzlichen Kosten verursacht.

Autor: latex | 15. Oktober 2008 | 9:48 Uhr

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2 Kommentare zu “Hinweise für Logodesigner”

  1. Jan-Henning Raff

    Noch ein Tipp in Sachen Schrift…

    Am Medienzentrum gestalten wir auch oft Logos (allerdings nur für die E-Learning Projekte, die wir auch betreuen / an denen wir beteiligt sind). Um den Zusammenhang mit dem Corporate Design der TU zu halten, setzen wir bei der Schrift auf die DIN bold bzw. die Univers 45.

    Einige Beispiele:

  2. Sophie Hulkoff

    Bei der Logo-Bewertung sollte man darauf achten, dass es auch noch sehr klein lesbar ist. Bis zu 2 cm! Da das Logo auf verschiedenen Medien reproduziert wird, sollte dasrauf geachtet werden, dass die Idee hinter dem Logo auch dann noch dargestellt werden kann. (Kontraste, Linien, Farbverlauf …)

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