{"id":591,"date":"2023-04-05T17:04:53","date_gmt":"2023-04-05T15:04:53","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/?p=591"},"modified":"2023-04-05T17:04:53","modified_gmt":"2023-04-05T15:04:53","slug":"chancen-und-herausforderungen-fuer-social-entrepreneurship-in-krisenzeiten-wie-der-corona-pandemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/2023\/04\/05\/chancen-und-herausforderungen-fuer-social-entrepreneurship-in-krisenzeiten-wie-der-corona-pandemie\/","title":{"rendered":"Chancen und Herausforderungen f\u00fcr Social Entrepreneurship in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>von Nicolette Heinze<\/strong> (1. Semester Master Psychologie \u2013 Human Performance in Sociotechnical Systems, Technische Universit\u00e4t Dresden)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/files\/2023\/04\/maxime-GsuoClhxMDE-unsplash-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-594\" srcset=\"https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/files\/2023\/04\/maxime-GsuoClhxMDE-unsplash-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/files\/2023\/04\/maxime-GsuoClhxMDE-unsplash-300x169.jpg 300w, https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/files\/2023\/04\/maxime-GsuoClhxMDE-unsplash-768x432.jpg 768w, https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/files\/2023\/04\/maxime-GsuoClhxMDE-unsplash-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/files\/2023\/04\/maxime-GsuoClhxMDE-unsplash-2048x1152.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Fokus dieses Blogbeitrags steht das soziale Unternehmertum (Social Entrepreneurship, SE). Hierbei wird beschrieben wie sich Krisensituationen auf Sozialunternehmer:innen auswirken, mit welchen Herausforderungen sie w\u00e4hrenddessen konfrontiert sein k\u00f6nnen bzw. welche Chancen u. U. damit einhergehen. Als ein aktuelles Beispiel f\u00fcr eine globale Krise wird die COVID-19-Pandemie und deren Einfluss auf das soziale Unternehmertum thematisiert. Zun\u00e4chst werden einige theoretische Aspekte zu SE beschrieben. Danach folgt ein \u00dcberblick dar\u00fcber, welche Herausforderungen und Chancen f\u00fcr soziale Unternehmen in Krisenzeiten bestehen, wobei auch die Auswirkungen von Corona beschrieben werden. Der letzte Abschnitt umfasst eine Zusammenfassung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Einleitung<\/h2>\n\n\n\n<p>Das wirtschaftliche Wachstum eines Landes ist abh\u00e4ngig von wettbewerbsf\u00e4higen und innovativen Unternehmen. Daher wird unternehmerisches Handeln auch \u201eals Triebfeder f\u00fcr \u00f6konomische Entwicklung\u201c (Grichnik et al., 2017, S.17) bezeichnet. Traditionell ist Unternehmertum eher gewinnorientiert ausgerichtet und wird mit Wettbewerbsf\u00e4higkeit, Marktorientierung und Profitgenerierung assoziiert (De Bernardi et al., 2021). Konventionelle Unternehmer konzentrieren sich vor allem darauf, die Bed\u00fcrfnisse ihrer Kunden und Kundinnen zu befriedigen. Mit der Produktion von bestimmten G\u00fctern oder Dienstleistungen wird die Nachfrage gestillt und somit Wertsch\u00f6pfung erzeugt.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings steht die Gesellschaft mittlerweile vor st\u00e4ndig wachsenden Herausforderungen wie sozialer Ungleichheit oder Umweltverschmutzung. Durch die zunehmende Anzahl von sozialen und \u00f6kologischen Problemstellungen ist eine Weiterentwicklung dieser von Gewinnorientierung und Wettbewerbsf\u00e4higkeit gepr\u00e4gten Unternehmensstrategie notwendig geworden. Social Entrepreneurship stellt ein alternatives unternehmerisches Konzepte dar. Hierbei steht eine soziale Mission im Vordergrund. Somit ist das prim\u00e4re Ziel von Sozialunternehmen, das L\u00f6sen von gesellschaftlichen Missst\u00e4nden (Dees, 1998). Sie weisen sowohl soziale als auch marktwirtschaftliche Eigenschaften auf und k\u00f6nnen als eine hybride Form des Unternehmertums (Dacin et al., 2010) angesehen werden. Zwar zielen soziale Unternehmen in erster Linie darauf ab, gesellschaftsbezogene Problemstellungen anzugehen, allerdings verfolgen Sozialunternehmer:innen auch monet\u00e4re Ziele, um ihre finanzielle Unabh\u00e4ngigkeit sowie ihren Fortbestand und ihren Erfolg sichern zu k\u00f6nnen (Dacin et al., 2010; Maa\u00df &amp; Schneck, 2017). Die ersten wissenschaftlichen Untersuchungen zum Bereich Social Entrepreneurship (SE) gehen auf Young (1983) sowie Waddock und Post (1991) zur\u00fcck. So wurde der Begriff \u201eSE\u201c erstmals von Young in seinem Buch \u201eIf Not for Profit, for What?\u201d aufgegriffen. In seinen Ausf\u00fchrungen hinterfragt er, was eine Person dazu bewegen k\u00f6nnte, ihre Unternehmungen im gemeinn\u00fctzigen Kontext zu verfolgen. Waddock und Post (1991) untersuchten in ihrer Arbeit, was Soziales Unternehmertum bedeutet und welche Rolle es im \u00f6ffentlichen Sektor einnimmt. Die eigentliche Entwicklung des Forschungsfeldes beginnt jedoch erst Ende der 90er-Jahre (Bacq &amp; Janssen, 2011).<\/p>\n\n\n\n<p>Eine relativ aktuelle Krisensituation stellt die COVID-19-Pandemie dar. Sie hat neue gesellschaftliche Herausforderungen geschaffen und seit Jahrzehnten bestehende soziale Probleme versch\u00e4rft. Corona und die damit verbundenen Einschr\u00e4nkungen beeinflussten auch den Sozialunternehmenssektor. Dieser Blogbeitrag soll einen \u00dcberblick dar\u00fcber zu liefern, wie sich Krisensituationen allgemein und insbesondere die COVID-19 Pandemie auf soziale Unternehmen auswirken k\u00f6nnen. Hierf\u00fcr wurde eine Literaturrecherche durchgef\u00fchrt. Unter anderem werden dabei die Untersuchungen von Bacq et al. (2020) und Weaver (2020) beschrieben und diskutiert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Soziale Unternehmen in Krisenzeiten<\/h2>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich z\u00e4hlen zu den Hauptproblemen von Sozialunternehmen vor allem fehlende finanzielle und personelle Ressourcen (Braga, Proen\u00e7a, &amp; Ferreira, 2014). Gerade in der Anfangsphase haben Social Entrepreneurs eine geringere Ressourcenausstattung und bekommen nur erschwert Zugang zu privaten Finanzmitteln (Murillo-Luna, Garc\u00eda-Uceda &amp; As\u00edn-Lafuente, 2021). W\u00e4hrend Krisenzeiten, die von gro\u00dfer Ungewissheit gepr\u00e4gt sind, ist es m\u00f6glich, dass potentielle Kreditgeber:innen allerdings eher z\u00f6gerlich mit Investitionen sind, da soziale Unternehmen als weniger profitabel und demzufolge riskanter angesehen werden (Di Domenico, Haugh, &amp; Tracey, 2010). Dadurch fehlt ihnen oftmals die n\u00f6tige finanzielle Unterst\u00fctzung. Andererseits k\u00f6nnen Sozialunternehmen gerade Krisenzeiten nutzen, um dazu beizutragen, innovative L\u00f6sungen f\u00fcr die neuen Probleme zu entwickeln (Weaver, 2020). Zudem kann die doppelte Mission, die Sozialunternehmer:innen verfolgen, gerade in Phasen von gro\u00dfer wirtschaftlicher Ungewissheit von Nutzen sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ferner ben\u00f6tigen Sozialunternehmer:innen ausgepr\u00e4gte Netzwerkf\u00e4higkeiten (Sharir &amp; Lerner, 2006). Die Zusammenarbeit mit anderen stellt einen grundlegenden Aspekt von Social Entrepreneurship dar und erm\u00f6glicht es, F\u00e4higkeiten und Ressourcen zu erschlie\u00dfen oder gemeinsam Ziele zu erreichen (Montgomery, Dacin, &amp; Dacin, 2012). Allerdings sind kollaborative Arbeitsprozesse nicht zwangsl\u00e4ufig mit Erfolg verbunden und k\u00f6nnen eine soziale Mission u. U. gef\u00e4hrden. Gerade in Krisenzeiten muss durch regelm\u00e4\u00dfigen kommunikativen Austausch sichergestellt werden, inwieweit die Zielvorstellungen aller beteiligten Parteien \u00fcbereinstimmen, um so eine produktive Zusammenarbeit gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen (Murillo-Luna, Garc\u00eda-Uceda &amp; As\u00edn-Lafuente, 2021). Laut Meyskens et al. (2010) haben Sozialunternehmen, die finanziell abgesichert sind, allerdings g\u00fcnstigere Voraussetzungen, um durch Krisenzeiten zu kommen. Dagegen haben Sozialunternehmen mit knapperen finanziellen Ressourcen in derartigen Situationen mehr Schwierigkeiten. Bereits im Vorfeld bestehende Hindernisse k\u00f6nnen somit noch zus\u00e4tzlich erschwert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die COVID-19-Pandemie hat die gesamte Gesellschaft vor neue unbekannte Herausforderungen gestellt (Parnell et al. 2020). Im Dezember 2019 kam es in der chinesischen Gro\u00dfstadt Wuhan zu einem Ausbruch einer Infektionserkrankung der Atemwege mit unbekanntem Ursprung. Nach einigen Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass die Erkrankung durch ein neuartiges Coronavirus ausgel\u00f6st wurde (Ciotti et al., 2020). SARS-CoV-2 (Severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2) wird den Betacoronaviren zugeordnet (Kissler et al., 2020). Bei COVID-19 (coronavirus disease) handelt es sich um eine infekti\u00f6se Erkrankung, zu deren Symptomen Husten, Fieber und Atemnot z\u00e4hlen und die zumeist einen milden Verlauf aufweist (Ciotti et al., 2020). Allerdings kann sie auch schwerwiegende Folgen f\u00fcr Patient:innen haben, die aufgrund ihres Alters oder beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder chronischen Atemwegserkrankungen vorbelastet sind (WHO, 2020). Viele Gesundheitssysteme litten unter den Auswirkungen des Ausbruchs des SARS-CoV-2-Virus. Dar\u00fcber hinaus kam es zu weitreichenden Ver\u00e4nderungen von Lebens- und Arbeitsbedingungen (Ratten, 2020). Um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, waren wir gezwungen, in physischer und sozialer Distanz zueinander zu leben. Folglich wurde vermehrt auf digitale Kommunikationsformen zur\u00fcckgegriffen (Ratten, 2020). Es kam teilweise zu wochen- oder sogar monatelangen Schlie\u00dfungen von Unternehmen, Betrieben, Gesch\u00e4ften, Institutionen oder \u00f6ffentlichen Einrichtungen (Liguori &amp; Winkler, 2020). Allerdings sind die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Sozialunternehmenssektor bisher weitestgehend unerforscht. Eine der wenigen Untersuchungen wurde von Weaver (2020) durchgef\u00fchrt. Sie f\u00fchrte eine Literaturrecherche durch und versucht anhand ihrer \u00dcberlegungen aufzuzeigen, inwieweit das SARS-CoV-2-Virus Sozialunternehmen beeinflusst haben k\u00f6nnte. Als einen Aspekt, der sich auf das soziale Unternehmertum w\u00e4hrend der Pandemie ausgewirkt hat, beschreibt sie in ihren Ausf\u00fchrungen die Identifizierung von Finanzierungsquellen. Sozialunternehmen verfolgen, anders als das konventionelle Unternehmertum, eine soziale Mission und sind weniger gewinnorientiert ausgerichtet, sodass es f\u00fcr sie grunds\u00e4tzlich schwieriger ist, Investor:innen zu finden (Murillo-Luna, Garc\u00eda-Uceda &amp; As\u00edn-Lafuente, 2021). Die Pandemie hat das wom\u00f6glich zus\u00e4tzlich erschwert, was laut Weaver (2020) wiederum zu einer Aneignung strategischer Sparsamkeit gef\u00fchrt haben k\u00f6nnte. Aufgrund der Ungewissheit, die durch das SARS-CoV-2-Virus ausgel\u00f6st wurde, k\u00f6nnten zudem Aktivit\u00e4ten, die keine Einnahmen st\u00fctzen, begrenzt bzw. eingestellt wurden sein. Die Untersuchungen von Weaver (2020) identifizieren auch die geografische Lage als einen m\u00f6glichen Einflussfaktor w\u00e4hrend der Pandemie. Sozialunternehmen, die sich in verarmten oder sogar notleidenden Regionen befinden, sind u. a. auf die Bereitstellung von finanzieller Unterst\u00fctzung durch die Politik, M\u00f6glichkeiten zur Zusammenarbeit sowie gezielte F\u00f6rderung und Finanzierung angewiesen, um so durch die Krise kommen zu k\u00f6nnen (Kuckertz et al. 2020; Weaver, 2020). Nach den \u00dcberlegungen von Weaver (2020) sollten Sozialunternehmer:innen flexiblere Pl\u00e4ne und Ziele annehmen, um so besser die COVID-19-Pandemie bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen. Damit geht auch die Einf\u00fchrung von Krisenmanagement- und Resilienzstrategien einher.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1919\" src=\"https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/files\/2023\/04\/maxime-VkJ9Zm4MQaU-unsplash-edited-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-596\" srcset=\"https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/files\/2023\/04\/maxime-VkJ9Zm4MQaU-unsplash-edited-scaled.jpg 2560w, https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/files\/2023\/04\/maxime-VkJ9Zm4MQaU-unsplash-edited-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/files\/2023\/04\/maxime-VkJ9Zm4MQaU-unsplash-edited-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/files\/2023\/04\/maxime-VkJ9Zm4MQaU-unsplash-edited-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/files\/2023\/04\/maxime-VkJ9Zm4MQaU-unsplash-edited-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/files\/2023\/04\/maxime-VkJ9Zm4MQaU-unsplash-edited-2048x1535.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Entwicklung von Ideen, die sowohl eine soziale als auch eine unternehmerische Mission verfolgen, ist Kreativit\u00e4t bedeutsam. So fanden Bacq et al. (2020) heraus, dass durch die COVID-19-Pandemie die Kreativit\u00e4t erh\u00f6ht wird. Als Reaktion auf die Pandemie organsierten sie einen dreit\u00e4gigen \u201evirtual idea blitz\u201c. Die Veranstaltung wurde innerhalb von einer Woche geplant. Insgesamt nahmen 200 Personen aus verschiedenen Teilen der Welt teil. Darunter waren beispielsweise Unternehmer:innen, Studierende, Branchenfachleute oder \u00c4rzte\/\u00c4rztinnen. Bei insgesamt 21 Pitches konnten Ideen zu f\u00fcnf verschiedenen Themenbereichen &#8211; Gesundheitsbedarf, Bildung, Kleinunternehmen, Gemeinschaft und Einkauf &#8211; entwickelt werden. Eine Gruppe von Management- und Entrepreneurship-Fakult\u00e4ten der Kelley School of Business der Indiana University diskutierte das Konzept f\u00fcr den \u201evirtual idea blitz\u201c erstmalig intern am 16.03.2020 (Bacq et al., 2020). Demnach sollte es bei der Veranstaltung darum gehen, zusammen Ideen und L\u00f6sungen f\u00fcr Probleme und Herausforderungen zu entwickeln, die im Zuge der Pandemie entstanden sind. Danach wurde die restliche Woche zur Planung und Organisation genutzt. Letztlich fand die Veranstaltung am folgenden Wochenende (20.03.2020 bis 22.03.2020) \u00fcber Zoom statt.Tats\u00e4chlich brachte die Durchf\u00fchrung im digitalen Rahmen einige Vorteile mit sich. So musste kein Versammlungsraum organisiert werden. Dadurch waren keine finanziellen Mittel erforderlich. Dar\u00fcber hinaus erm\u00f6glichte eine digitale Veranstaltung deutlich mehr Flexibilit\u00e4t. Ferner konnten Teams mit Mitgliedern aus der gesamten Welt gebildet werden, ohne dass \u00dcbernachtungs- oder Reisekosten entstanden. Bacq et al. (2020) gaben an, dass unter den Teilnehmenden ein starkes Gemeinschaftsgef\u00fchl entstand.<\/p>\n\n\n\n<p>#RealHeroesNeedMasks war eines der Teams, das sich beim \u201evirtual idea blitz\u201c zusammengefunden hat. Nach der Veranstaltung hat diese Gruppe gemeinsam mit u. a. Prominenten, Sportler:innen und wichtigen Meinungsbildnern:innen eine Kampagne in den sozialen Netzwerken gestartet. Dabei ging es darum, Bewusstsein f\u00fcr den Mangel an Schutzausr\u00fcstung zu sch\u00e4rfen und dadurch Ma\u00dfnahmen zu mobilisieren, um Ausr\u00fcstung medizinische Fachkr\u00e4fte zu beschaffen. Das Team konnte eine Spende von \u00fcber 21.000 Masken erzielen. Letztlich ist anzumerken, dass durch die Veranstaltung Teilnehmer:innen aus verschiedenen Gruppen mit komplement\u00e4ren F\u00e4higkeitsspektren zusammenkamen, sodass dadurch ein kreativer Austausch m\u00f6glich war (Bacq et al., 2020). Der digitale Rahmen des \u201evirtual idea blitz\u201c sorgte f\u00fcr Flexibilit\u00e4t und erm\u00f6glichte insgesamt schnelles Handeln. Allerdings h\u00e4tte mehr Zeit bei der Organisation zu einer effektiveren Koordination von Trainer:innen, Mentor:innen und Seminarleiter:innen gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. Zusammenfassung<\/h2>\n\n\n\n<p>Dieser Blogbeitrag soll einen \u00dcberblick dar\u00fcber zu liefern, wie Sozialunternehmen mit Krisensituationen &#8211; wie beispielsweise der Corona-Pandemie &#8211; umgehen. Zun\u00e4chst wurde aus den Untersuchungen von Weaver (2020) deutlich, dass eines der grundlegenden Probleme von Sozialunternehmen &#8211; die fehlenden finanziellen und personellen Ressourcen &#8211; durch die Pandemie wom\u00f6glich zus\u00e4tzlich erschwert wurde. Krisenzeiten sind von immenser Ungewissheit gepr\u00e4gt. Dazu kommt, dass soziale Unternehmen vorrangig eine soziale Mission verfolgen, dies bedeutet, dass monet\u00e4re Ziele nicht im Vordergrund stehen. Deshalb ist es m\u00f6glich, dass potentielle Kreditgeber:innen eher z\u00f6gerlicher mit Investitionen sind. Durch die Corona-Pandemie wurde die Identifizierung von Finanzquellen also erschwert (Weaver, 2020). Zudem fand sie in ihrer Untersuchung heraus, dass die Ungewissheit, die SARS-CoV-2 ausgel\u00f6st hat, dazu gef\u00fchrt hat, dass Aktivit\u00e4ten, die keine Einnahmen st\u00fctzen, begrenzt oder eingestellt wurden. Weiterhin legen die Ergebnisse der Untersuchung nahe, dass Sozialunternehmer: innen die COVID-19-Pandemie besser bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen, wenn sie in der Lage sind, flexiblere Pl\u00e4ne und Ziele anzunehmen. Tats\u00e4chlich stellt die F\u00f6rderung von Sozialunternehmen w\u00e4hrend Krisen einen wichtigen Aspekt dar, um soziale und \u00f6kologische Ver\u00e4nderungen herbeizuf\u00fchren. Einige andere Untersuchungen (u. a. Ruiz-Rosa et al., 2020) zeigen jedoch, dass die Absicht, sozialunternehmerisch t\u00e4tig zu werden durch die COVID-19-Pandemie gesunken ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Bacq et al. (2020) stellte fest, dass die Pandemie die Kreativit\u00e4t erh\u00f6ht. Sie haben als Reaktion auf Corona einen \u201evirtual idea blitz\u201c veranstaltet. Dabei haben sich 200 Teilnehmende zusammengefunden und gemeinschaftlich L\u00f6sungen entwickelt, um Probleme und Herausforderungen anzugehen, die COVID-19 ausgel\u00f6st hat. Letztendlich konnten Ideen zu f\u00fcnf Themenbereichen \u2013 Gesundheitsbedarf, Bildung, Kleinunternehmen, Gemeinschaft und Einkauf \u2013 gesammelt werden. Eine Krise wie die Corona-Pandemie bringt viele Herausforderungen mit sich. Dennoch ist es m\u00f6glich eine solche Situation als Chance zu nutzen, um so Ver\u00e4nderungen zu initiieren. Gerade Sozialunternehmer:innen besitzen das Talent und die Vision, soziale Missst\u00e4nde zu erkennenund entsprechende Idee zu entwickeln, um gegen diese vorzugehen (Murillo-Luna, Garc\u00eda-Uceda &amp; As\u00edn-Lafuente, 2021). Letztlich ist allerdings anzumerken, dass es bisher zum Einfluss von COVID-19 auf Social Entrepreneurship nur sehr wenige empirische Daten gibt. Daher ist es notwendig in Zukunft weitere Untersuchungen diesbez\u00fcglich durchzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1584\" height=\"891\" src=\"https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/files\/2023\/04\/aakanksha-panwar-fsaGOsdNku4-unsplash-edited.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-598\" srcset=\"https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/files\/2023\/04\/aakanksha-panwar-fsaGOsdNku4-unsplash-edited.jpg 1584w, https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/files\/2023\/04\/aakanksha-panwar-fsaGOsdNku4-unsplash-edited-300x169.jpg 300w, https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/files\/2023\/04\/aakanksha-panwar-fsaGOsdNku4-unsplash-edited-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/files\/2023\/04\/aakanksha-panwar-fsaGOsdNku4-unsplash-edited-768x432.jpg 768w, https:\/\/blog.tu-dresden.de\/arbeitspsychologie\/files\/2023\/04\/aakanksha-panwar-fsaGOsdNku4-unsplash-edited-1536x864.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1584px) 100vw, 1584px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p>Bacq, S., Geoghegan, W., Josefy, M., Stevenson, R. &amp; Williams, T. A. (2020). The COVID-19 Virtual Idea Blitz: Marshaling social entrepreneurship to rapidly respond to urgent grand challenges.\u00a0<em>Business Horizons, 63<\/em>(6), 705\u2013723.\u00a0<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.bushor.2020.05.002\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.bushor.2020.05.002<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Bacq, S. &amp; Janssen, F. (2011). The multiple faces of social entrepreneurship: A review of definitional issues based on geographical and thematic criteria.\u00a0<em>Entrepreneurship &amp; Regional Development, 23<\/em>(5\u20136), 373\u2013403. doi:10.1080\/08985626.2011.577242<\/p>\n\n\n\n<p>Braga, J., Proen\u00e7a, T. &amp; Ferreira, M. (2014). Motivations for social entrepreneurship \u2013 Evidences from Portugal.\u00a0<em>T\u00e9khne, 12,\u00a0<\/em>11\u201321.\u00a0<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.tekhne.2015.01.002\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.tekhne.2015.01.002<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ciotti, M., Ciccozzi, M., Terrinoni, A., Jiang, W. C., Wang, C. B. &amp; Bernardini, S. (2020). The COVID-19 pandemic.\u00a0<em>Critical Reviews in Clinical Laboratory Sciences, 57<\/em>(6), 365\u2013388. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1080\/10408363.2020.1783198\">https:\/\/doi.org\/10.1080\/10408363.2020.1783198<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Choi, N. &amp; Majumdar, S. (2014). Social entrepreneurship as an essentially contested concept: Opening a new avenue for systematic future research.\u00a0<em>Journal of Business Venturing, 29<\/em>(3), 363\u2013376. https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.jbusvent.2013.05.001<\/p>\n\n\n\n<p>Dacin, P., Dacin, T., &amp; Matear, M. (2010). Social Entrepreneurship: Why We Don\u2019t Need a New Theory and How We Move Forward from Here.\u00a0<em>Academy of Management Perspectives,<\/em> <em>24<\/em>, 37\u201357. https:\/\/doi.org\/10.5465\/AMP.2010.52842950<\/p>\n\n\n\n<p>De Bernardi, P., Bertello, A., Forliano, C., &amp; Orlandi, L. B. (2021). Beyond the \u201civory tower\u201d. Comparing academic and non-academic knowledge on social entrepreneurship.\u00a0<em>International<\/em> <em>Entrepreneurship and Management Journal<\/em>. https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11365-021-00783-1<\/p>\n\n\n\n<p>Dees, J. G. (1998). The Meaning of Social Entrepreneurship.\u00a0<em>Working paper<\/em>, Stanford University \u2013 Graduate School of Business, Stanford, California.<\/p>\n\n\n\n<p>Grichnik, D., Brettel, M., Koropp, C. &amp; Mauer, R. (2017).\u00a0<em>Entrepreneurship: Unternehmerisches<\/em> <em>Denken, Entscheiden und Handeln in innovativen und technologieorientierten Unternehmen<\/em>\u00a0(2. Auflage 2017). Sch\u00e4ffer-Poeschel.<\/p>\n\n\n\n<p>Kissler, S. M., Tedijanto, C., Goldstein, E., Grad, Y. H. &amp; Lipsitch, M. (2020). Projecting the transmission dynamics of SARS-CoV-2 through the postpandemic period.&nbsp;<em>Science, 368<\/em>(6493), 860\u2013868. https:\/\/doi.org\/10.1126\/science.abb5793<\/p>\n\n\n\n<p>Kruse, P., Wach, D., &amp; Wegge, J. 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(2020).\u00a0<em>Coronavirus disease 2019 (COVID-19)<\/em>. Zugriff am 22.12.2022 unter https:\/\/www.who.int\/health-topics\/coronavirus#tab=tab_1<\/p>\n\n\n\n<p>Young, D. R. (1983).\u00a0<em>If not for profit, for what?: A Behavioral Theory of the Nonprofit Sector<\/em> <em>Based on Entrepreneurship<\/em>. Lexington Books.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Nicolette Heinze (1. Semester Master Psychologie \u2013 Human Performance in Sociotechnical Systems, Technische Universit\u00e4t Dresden) Im Fokus dieses Blogbeitrags steht das soziale Unternehmertum (Social Entrepreneurship, SE). Hierbei wird beschrieben wie sich Krisensituationen auf Sozialunternehmer:innen auswirken, mit welchen Herausforderungen sie w\u00e4hrenddessen konfrontiert sein k\u00f6nnen bzw. welche Chancen u. U. damit einhergehen. 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