{"id":393,"date":"2018-06-18T11:17:40","date_gmt":"2018-06-18T09:17:40","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.tu-dresden.de\/kunstdidaktik-tud\/?p=393"},"modified":"2019-11-04T13:02:53","modified_gmt":"2019-11-04T11:02:53","slug":"vermittlungssituation-zu-anne-imhof","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.tu-dresden.de\/kunstdidaktik-tud\/2018\/06\/18\/vermittlungssituation-zu-anne-imhof\/","title":{"rendered":"VERMITTLUNGSSITUATION ZU ANNE IMHOF"},"content":{"rendered":"<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-393 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blog.tu-dresden.de\/kunstdidaktik-tud\/2018\/06\/18\/vermittlungssituation-zu-anne-imhof\/img_9366\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/blog.tu-dresden.de\/kunstdidaktik-tud\/files\/2018\/06\/IMG_9366-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blog.tu-dresden.de\/kunstdidaktik-tud\/2018\/06\/18\/vermittlungssituation-zu-anne-imhof\/img_9361\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/blog.tu-dresden.de\/kunstdidaktik-tud\/files\/2018\/06\/IMG_9361-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blog.tu-dresden.de\/kunstdidaktik-tud\/2018\/06\/18\/vermittlungssituation-zu-anne-imhof\/img_9368\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/blog.tu-dresden.de\/kunstdidaktik-tud\/files\/2018\/06\/IMG_9368-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blog.tu-dresden.de\/kunstdidaktik-tud\/2018\/06\/18\/vermittlungssituation-zu-anne-imhof\/img_9367\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/blog.tu-dresden.de\/kunstdidaktik-tud\/files\/2018\/06\/IMG_9367-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blog.tu-dresden.de\/kunstdidaktik-tud\/2018\/06\/18\/vermittlungssituation-zu-anne-imhof\/img_9362\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/blog.tu-dresden.de\/kunstdidaktik-tud\/files\/2018\/06\/IMG_9362-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blog.tu-dresden.de\/kunstdidaktik-tud\/2018\/06\/18\/vermittlungssituation-zu-anne-imhof\/img_9369\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/blog.tu-dresden.de\/kunstdidaktik-tud\/files\/2018\/06\/IMG_9369-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>TEXT: MARTHA TILLE<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>1.) Individueller Zugang zum Werk von Anne Imhof<\/strong><\/p>\n<p>Meine erste Konfrontation mit Anne Imhofs Werk erlebte ich durch Videoausschnitte der Performance \u201eAngst II\u201c, aufgef\u00fchrt im Hamburger Bahnhof in Berlin im September 2016. Sofort f\u00fchlte ich mich eingesogen und vereinnahmt von der Welt, die Anne Imhof hier erschafft. Ich war fasziniert von der Vielschichtigkeit des Werkes, von den sehr eindr\u00fccklichen Bild- und Soundebenen, von den starken Emotionen, die in mir aufstiegen. Ambivalente Gef\u00fchle zwischen Angst und Faszination, Erstarrung und Irritation, Anziehung und Absto\u00dfung kamen auf. Doch bald begann das Gef\u00fchl, Zuschauerin einer\u00a0 fremden Welt zu sein, zu kippen. Ich sah die d\u00fcstere \u00dcberzeichnung unserer eigenen Welt, die mich tief verst\u00f6rte und abstie\u00df, aber gleicherma\u00dfen auch in ihren Bann zog. In Imhofs Werk er\u00f6ffnete sich mir eine neue Art der K\u00f6rperarbeit, die ich bisher nur in zeitgen\u00f6ssischem Tanz, insbesondere durch Werke von William Forsythe, kennen gelernt hatte. Eliza Douglas formuliert in einem Interview zu Anne Imhofs Performance <em>Forever Rage<\/em> aus dem Jahr 2015 meiner Meinung nach sehr treffend die Wirkung ihrer Performances:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>\u00a0Es scheint, als seien viele Leute von den Performances gefesselt, ohne genau erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen warum. Es ist eine krasse Erfahrung, wenn wir das, was mit uns passiert, nicht in Worte fassen k\u00f6nnen. [\u2026] Das geht mit dem Versuch einher, etwas zu artikulieren, das sich per se dieser Artikulation entzieht; es ist also immer auch ein Versuch, die Grenzen der Sprache auszutesten.<\/em> (Aigner, Douglas 2017, S. 48)<!--more--><\/p>\n<p>Anne Imhof begann sich in ihrer Jugend dem Malen und Zeichnen zuzuwenden und spielte sp\u00e4ter in einer Band. Das Performative St\u00fcck betrachtet sie als Zusammenf\u00fchrung und Weiterentwicklung dieser beiden Medien. (vgl. Imhof, Pfeffer 2017, S. 13) Bereits vor und in ihrem k\u00fcnstlerischen Studium dr\u00fcckte sie ihre k\u00fcnstlerischen Intentionen zunehmend durch die Performance aus. (vgl. ebd., S. 14) \u00dcber ihre k\u00fcnstlerische Arbeit jedoch sagt sie weiterhin: \u201eZeichnung ist das Medium, in dem ich mich am besten artikulieren kann.&#8220; (ebd., S. 15) Das bedeutet, dass sie ihre Performances in Bezug auf perspektivische \u00dcberlegungen, Symboliken, K\u00f6rperhaltungen und Gesten, Schichtungen und Farbgebung wie Bilder konzipiert. (vgl. ebd., S. 14) F\u00fcr sie ist die Entstehung einer Performance wie ein Bildfindungsverfahren, ein Prozess, nur dass es im Vergleich zur Malerei mehrere K\u00f6pfe gibt, die an der Abstraktion arbeiten. (vgl. ebd., S. 202 und 209) Anne Imhofs Arbeit funktioniert nur durch die Symbiose mit dem K\u00fcnstlerkollektiv, das sich seit 2003 um sie gebildet hat. (Vgl. Schwarze 2017, S. 202) Dazu geh\u00f6ren Nadine Fraczkowski als Fotografin, Billy Bultheel als Komponist, Franzisaka Eigner als Choreografin und eine sich fortlaufend ver\u00e4ndernde und entwickelnde Gruppe an T\u00e4nzern\/innen, von denen einige bereits fr\u00fcher in der Forsythe Company mitgewirkt haben. Ihre St\u00fccke entstehen in enger Zusammenarbeit mit der Gruppe, wobei das Einbringen pers\u00f6nlicher Qualit\u00e4ten und die Improvisation wichtige Bestandteile ihrer Arbeitsweise sind. (Vgl. Aigner, Douglas 2017, S. 49 sowie S. 52)Hinzu kommt, dass es trotz mehrst\u00fcndiger St\u00fccke keine Schichtarbeit gibt, wie es bei <em>durational performances <\/em>oft der Fall ist, sondern alle sind von Anfang bis Ende mit beteiligt. (vgl. ebd., S. 51)<\/p>\n<p><strong>1.1.) Die Performance &#8222;Angst II&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Die Performance \u201eAngst\u201c ist eine Oper in drei Akten, die 2016 nacheinander in der Kunsthalle Basel, der Nationalgalerie in Berlin und der Biennale de Montr\u00e9al aufgef\u00fchrt wurden. An dieser Stelle m\u00f6chte ich nur auf den zweiten Teil im Hamburger Bahnhof in Berlin eingehen.\u00a0F\u00fcr die Dauer von zehn Abenden schafft die K\u00fcnstlerin vor hunderten Besuchern eine \u201emalerische Komposition, die sich aus Musik, Texten, skulpturalen Elementen und Akteuren, Falken und gesteuerten Drohnen zu einem Gesamtbild zusammenf\u00fcgt\u201c. (siehe Webseite der Staatlichen Museen zu Berlin, Preu\u00dfischer Kulturbesitz) Nebel taucht die Szenerie in eine mystische Atmosph\u00e4re und l\u00e4sst Entferntes verschwimmen, erzeugt Unsicherheit. Das Surren einer Drohne mischt sich mit sakralen Ges\u00e4ngen der Performancek\u00fcnstler\/innen. In meinem Kopf mischt sich die Drohgeb\u00e4rde der \u00dcberwachungsmaschine mit den Assoziationen einer Grablegungsszene. Die K\u00f6rper der Performancek\u00fcnstler\/innen sind mal steif und erstarrt, verfallen dann pl\u00f6tzlich in absurde Verrenkungen, bieten eine Balletteinlage oder t\u00fcrmen sich auf zu Pyramiden. Die Blicke sind gleichg\u00fcltig und leer, die K\u00f6rper jedoch pr\u00e4sent und hochkonzentriert. \u00dcber allem balanciert in schwindelerregender H\u00f6he eine Seilt\u00e4nzerin. F\u00fcr mich manifestiert sich hier der Ausweg, die Freiheit und Kontrolle. Die herumliegenden Billigprodukte der Konsumgesellschaft sind die Requisiten, die mich als Zuschauerin von dieser fremden wieder in die eigene Welt zur\u00fcckrufen. Denn hier treffen nicht zwei Welten aufeinander, wie es erst scheint, sondern es handelt sich um das Spiegelbild einer einzigen, unserer Welt.<\/p>\n<p><strong>1.2.) Die Performance &#8222;Faust&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Nur ein Jahr sp\u00e4ter entsteht Anne Imhofs \u201eFaust\u201c, mit dem sie 2017 den Deutschen Pavillon w\u00e4hrend der Biennale von Venedig bespielt. Der Deutsche Pavillon ist ein monstr\u00f6ser, faschistischer Bau aus den 1930er Jahren. Anne Imhof versteht ihre Performance als Antwort auf die in der Architektur liegende Brutalit\u00e4t. (vgl. Imhof, Pfeffer 2017, S. 18) Vor dem Geb\u00e4ude l\u00e4sst sie gro\u00dfe Hundezwinger anbauen, die zur Er\u00f6ffnung mit Doberm\u00e4nnern besetzt werden. Anne Imhof impliziert damit ganz bewusst verschiedene Denkrichtungen: Der Hund als Bewacher, Besch\u00fctzer, als Statussymbol, Eigentum oder Schmuckst\u00fcck. Der Zaun als Abtrennung provoziert Fragen nach der Ein- und Ausgrenzung, der Macht und Ohnmacht. (vgl. ebd., S. 17)<\/p>\n<p>Im Inneren des Bauwerks l\u00e4sst Anne Imhof Glasb\u00f6den einziehen und greift so in die Proportionen von Besucher\/in und Bauwerk ein. (vgl. ebd., S. 18)Die Architektur bleibt dennoch sichtbar, die Performance spielt sich vor und hinter dem Panzerglas ab. Der Zuschauende scheint auf eine irritierende Art Einfluss zu nehmen und sich dennoch nicht im ungreifbaren Kosmos der Performancek\u00fcnstler*innen zu befinden. Wie erschafft Anne Imhof diese Ambivalenz zwischen der Abgetrenntheit und Distanz auf der einen und der N\u00e4he und Pr\u00e4senz der K\u00f6rper auf der anderen Seite?<\/p>\n<p>Scheinbar aus dem Nichts erscheinende Performancek\u00fcnstler*innen treiben die Menge auseinander, ringen miteinander, schreiten als Gruppe zielgerichtet durch den Raum und sind dabei nur eine\u00a0Arml\u00e4nge entfernt. Zeitweise werde ich als Zuschauerin Zeuge intimer Handlungen oder verharre in der Betrachtung von Bewegungslosigkeit. Doch diese N\u00e4he wird durch verschiedene Faktoren gest\u00f6rt. So wirken die K\u00fcnstler*innen trotz ihrer k\u00f6rperlichen Pr\u00e4senz abwesend, sie sind \u201eda, ohne da zu sein: untot\u201c (Rebentisch 2017, S. 26) wie Juliane Rebentisch es auf den Punkt bringt. Befinden sich die Performancek\u00fcnstler*innen hinter dem Glas, so entsteht eine Isolation und Distanz, das Subjekt wird zum Objekt degradiert, indem es wie Tiere in einem K\u00e4fig oder Waren in einem Schaufenster wirkt. Sowohl in den abwesenden Gesichtsausdr\u00fccken, als auch in den Glasfl\u00e4chen w\u00fcrde ich eine Verbindung ziehen zur kapitalistischen Verdinglichung des K\u00f6rpers. Die Thematik wird bei Imhof auch auf anderen Ebenen erzeugt, wie durch die skulpturenartige Pr\u00e4sentation der K\u00fcnstler\/innen auf gl\u00e4sernen Wandkonsolen. Auch Juliane Rebentisch sieht in den modelhaften K\u00f6rpern der Performancek\u00fcnstler\/innen die Degradierung des K\u00f6rpers zur Ware. (vgl. Rebentisch 2017, S. 27)<\/p>\n<p>Wie schon in der Performance \u201eAngst\u201c erschafft Imhof auch in \u201eFaust\u201c eine Welt, die auf den ersten Blick parallel zu unserer zu bestehen scheint, beim zweiten Blick jedoch ein Spiegel unserer eigenen Realit\u00e4t darstellt. Ich als Zuschauerin werde eingesaugt in diese schwere, d\u00fcstere und melancholische Szenerie. Juliane Rebentisch sieht darin den Ausdruck des Minderwertigkeitsgef\u00fchls, das sich einstellt, da das Individuum einem eigenen Ich-Ideal nicht zu entsprechen schafft. Darauf erw\u00e4chst die depressive Teilnahmslosigkeit, die \u201eSchwierigkeit, \u00fcberhaupt eine Handlung zu beginnen\u201c, (Rebentisch 2017, S. 29-30, zitiert nach: Alain Ehrenberg, Das ersch\u00f6pfte Selbst. Depression und Gesellschaft in der Gegenwart, Frankfurt a. M. 2004) die auch f\u00fcr mich sehr ausgepr\u00e4gt im St\u00fcck sichtbar ist. Rebentisch bezeichnet die melancholische Stimmung in \u201eFaust\u201c als sogenannte \u201edarkness\u201c, ein generationsspezifischer Geschmack unserer Zeit. Sie geht noch weiter und schlussfolgert, Imhofs St\u00fccke seien nicht selbst als depressiv anzusehen, sondern St\u00fccke <em>vor <\/em>Depressiven. Hier l\u00e4sst sich eine Parallele ziehen zu Tobias Madison, der in Bezug auf die Performance \u201eRage\u201c von einer \u201einneren H\u00f6lle\u201c spricht, in der wir uns alle befinden. Damit meint er den Leidensdruck, der dadurch entsteht, dass sich der heutige Mensch permanent mit seinen eigenen Handlungen besch\u00e4ftigt und diese st\u00e4ndig in Bezug zu anderen Menschen setzt. (vgl. Madison 2014, S. 87) Und ist es nicht genau das, was die Performance als Kunstform ausmacht: dass sich der Zuschauer in Bezug zur Performance setzt? Das Gef\u00fchl der Entfremdung w\u00e4re dementsprechend ein Ausdruck der \u00dcbereinstimmung mit der \u00fcberzeichneten Darstellung der Welt. Kerstin Stakemeier stellt in Bezug auf die Kunstform der Performance fest, diese bestehe nur <em>durch <\/em>den Besucher\/in\u00a0 <em>&#8211; ohne<\/em> diesen verliert sie sich. Erst indem sich der Besucher\/in\u00a0 zu den St\u00fccken ins Verh\u00e4ltnis setzt, wird in ihm diese Entfremdung ausgel\u00f6st, die Emotionalit\u00e4t vorangetrieben. (vgl. Stakemeier 2017, S. 35)<\/p>\n<p><strong>2. Fachdidaktische Begr\u00fcndung der Vermittlungssituation<\/strong><\/p>\n<p>Anne Imhofs Werke sind so vielschichtig, dass ich mich zuerst auf den Kernpunkt ihrer Arbeit konzentrierte: Was verbindet ihre in Kapitel 1 beschriebenen Performances, was sind zentrale Elemente ihrer k\u00fcnstlerischen Arbeit?<\/p>\n<p>Wie sie selbst auch sagt, ist ihr Werk haupts\u00e4chlich eine Synthese aus \u201eBild\u201c und \u201eMusik\u201c, (vgl. Imhof, Pfeffer 2017, S. 13) angereichert durch weitere Gestaltungselemente wie Gegenst\u00e4nde, Fotografien, Nebel, Fl\u00fcssigkeiten und die Auswahl der Kleidung. Der zentrale Ausdruck liegt jedoch im menschlichen K\u00f6rper und die <em>Musik <\/em>dazu ist mehr ein <em>Soundteppich<\/em>, bestehend aus Ges\u00e4ngen und unterschiedlichen realen und abgespielten Ger\u00e4uschen. F\u00fcr die Vermittlung von Anne Imhofs Werken ist also die Arbeit mit dem K\u00f6rper in Verbindung mit Sound entscheidend, so dass es naheliegend ist, die Studierenden in einem Praxisteil eine eigene performative Sequenz erarbeiten zu lassen. Interessant ist hier auch Imhofs Aussage in Bezug auf \u201eFaust\u201c: \u201eEs ist aber auch nicht angelegt wie ein Theaterst\u00fcck, sondern wie ein Bild, das eben nur einige Stunden dauert.\u201c (vgl. ebd., S. 15) Durch dieses Zitat entstand die \u00dcberlegung, die Studierenden ein Standbild erarbeiten zu lassen. Jedoch entspr\u00e4che dies nicht der Handlungsorientierung in Imhofs Performances. Sie selbst sagt, sie beobachtet allt\u00e4gliche Gesten anderer Menschen und greift diese auf, wiederholt und abstrahiert sie bis etwas Neues entsteht. Die entstehenden \u201eZeichen\u201c k\u00f6nnen dann von allen unterschiedlich gelesen werden. (vgl. ebd., S. 16) Ein Standbild w\u00e4re statisch und zudem auf die Pr\u00e4sentation eines Ergebnisses ausgerichtet. Die performative Sequenz hingegen, auch wenn sie nur einige Sekunden oder Minuten dauert, ist handlungsbasiert, dokumentiert einen Prozess und ist damit am besten geeignet.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst muss dazu eine Ausgangssituation geschaffen werden, aus der heraus es den Studierenden m\u00f6glich wird, praktisch arbeiten zu k\u00f6nnen. Es ist naheliegend, die beim Ansehen der Performances entstehende emotionale Wirkung und dabei aufkommenden Assoziationen als Grundlage zu verwenden und ein konkretes Werk als unmittelbaren Ausgangspunkt zu w\u00e4hlen. So wird vermieden, dass durch die Vorgabe von Begrifflichkeiten (z.B. Gegensatzpaare oder Themen, die sich aus ihrem Werk heraus ergeben) schon die subjektive Rezeption von uns Vermittlerinnen einflie\u00dft. Stattdessen \u00a0sollen die Studierenden jeder f\u00fcr sich den Prozess durchlaufen, etwas wahrzunehmen und die entstehende Wirkung selbst auszudr\u00fccken. Filmausschnitte aus einer Performance zu zeigen w\u00fcrde ebenfalls zu viel vorwegnehmen und es best\u00fcnde die Gefahr der Nachahmung. Deshalb entschieden wir uns dazu, Soundzusammenschnitte als Ausgangspunkt zu w\u00e4hlen. So steht das Originalmaterial f\u00fcr sich, die Wirkung bleibt beim Studierenden und es entsteht Raum f\u00fcr die subjektive Generierung von Assoziationen. Die Performance \u201eAngst II\u201c erschien uns dazu geeigneter als \u201eFaust\u201c, da der Sound vielschichtiger und durch das Surren der Drohne bedrohlicher wirkt. Auch bei uns selbst konnten wir feststellen, dass bei \u201eAngst II\u201c in k\u00fcrzerer Zeit mehrschichtige und st\u00e4rkere Gef\u00fchle ausgel\u00f6st wurden. Intensiviert werden kann die Wirkung durch die Verwendung von Kopfh\u00f6rern, da auf diesem Wege eine Isolation und Abgrenzung zur Au\u00dfenwelt erzeugt wird.<\/p>\n<p>Wir entschieden uns, auf Requisiten und andere Gestaltungselemente zu verzichten, da diese zwar in Imhofs Arbeiten fester Bestandteil sind, aber mehr eine Nebenrolle einnehmen und die Aufgabenstellung f\u00fcr den zur Verf\u00fcgung stehenden Zeitrahmen zu komplex werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die Erarbeitung der Sequenzen erfolgt selbstst\u00e4ndig und wird jeweils durch einen von uns begleitet. Dabei soll die Audiodatei weiter \u00fcber Kopfh\u00f6rer geh\u00f6rt werden, um zu gewehrleisten, dass die Studierenden nicht zu weit in Diskussionen und Planungen verfallen sondern weiter in der Atmosph\u00e4re verbleiben. Anschlie\u00dfend f\u00fchrt jede Gruppe ihre Sequenz vor und auch hierbei wird der Sound dazu abgespielt. Daran sollte sich direkt ein Gespr\u00e4ch der Zuschauenden anschlie\u00dfen, um das Gesehene unmittelbar zu reflektieren. Erst im letzten Teil der Vermittlungssituation wird Anne Imhof mit ausgew\u00e4hlten Arbeiten vorgestellt. Dadurch bleiben der pers\u00f6nliche Zugang und die Erkenntnisprozesse m\u00f6glichst lange im Vordergrund, bis abschlie\u00dfend ein Bezug zur k\u00fcnstlerischen Arbeit von Anne Imhof hergestellt wird.<\/p>\n<p>Insgesamt besteht dann die Vermittlungssituation aus folgenden Aufgabenformaten:<\/p>\n<ol>\n<li>Anh\u00f6ren von Soundausschnitten aus \u201eAngst II\u201c als Einstieg<\/li>\n<li>Assoziationskette zur direkten Verarbeitung der Eindr\u00fccke und Sammeln von Assoziationen<\/li>\n<li>Erarbeitung einer performativen Sequenz in drei Gruppen zu je 6 &#8211; 7 Personen<\/li>\n<li>Pr\u00e4sentation der Ergebnisse vor den anderen Studierenden<\/li>\n<li>Reflexionsgespr\u00e4che der Zuschauenden \u00fcber das Erlebte<\/li>\n<li>Pr\u00e4sentation ausgew\u00e4hlter Arbeiten aus Imhofs Werk<\/li>\n<li>Abschlussdiskussion<\/li>\n<\/ol>\n<p>Durch den beschriebenen Aufbau wird in der Vermittlungssituation ein Wechselspiel zwischen Rezeptions-, Reflexions- und Produktionsphasen hergestellt:<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"202\"><strong>Rezeption<\/strong><\/td>\n<td width=\"202\"><strong>Reflexion<\/strong><\/td>\n<td width=\"202\"><strong>Produktion<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"202\">1. Anh\u00f6ren der Sounddatei<\/td>\n<td width=\"202\">2. Assoziationskette,<br \/>\nzwei Runden<\/td>\n<td width=\"202\">3. Erarbeitung einer<br \/>\nPerformativen Sequenz in Gruppen, Pr\u00e4sentation<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"202\">4. Zuschauen der Sequenzen der anderen Gruppen<\/td>\n<td width=\"202\">5. Reflexionsgespr\u00e4ch<\/td>\n<td width=\"202\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"202\">\n6. Vorstellung der K\u00fcnstlerin und ausgew\u00e4hlter Arbeiten<\/td>\n<td width=\"202\">7. Abschlussdiskussion und Fragerunde<\/td>\n<td width=\"202\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/p>\n<p>3. Beschreibung der durchgef\u00fchrten Vermittlungssituation<\/p>\n<p>Zu Beginn der Vermittlungssituation setzten sich die Studierenden im Kreis auf den Fu\u00dfboden. Sie erhielten lediglich die knappe Anweisung, die 1:20 min dauernde Audiodatei<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> \u00fcber Kopfh\u00f6rer zu h\u00f6ren und dabei die Augen zu schlie\u00dfen. Daran schlossen sich unmittelbar zwei Runden einer Assoziationskette an, die wir parallel in Powerpoint notierten. Dabei wurden folgende W\u00f6rter notiert: Trance, Meditation, Musik, Maschinist, hoch, Kreiss\u00e4ge, ausschalten, verst\u00f6rend, geistlich, Trauma, Unbehagen, Wandel, eindringend, isoliert, weit, Rausch, Schreiner, Angst, Geister, Schmerz, warten auf Musik, Endzeitszenario, st\u00e4ndiger Ortswechsel, \u00dcberraschung, Freiheit. Daran anschlie\u00dfend wurden die Aufgabenzettel verteilt, auf deren R\u00fcckseiten die Zahlen 1 &#8211; 3 standen und dadurch die Gruppe zuwiesen. Jeder von uns drei Studentinnen folgte daraufhin einer Gruppe zu dem selbstgew\u00e4hlten Ort. Wir fungierten als Ansprechpartner und beantworteten R\u00fcckfragen, griffen aber nicht in den Erarbeitungsprozess der Gruppen ein.<\/p>\n<p>An dieser Stelle m\u00f6chte ich die Prozesse in der von mir begleiteten Gruppe beschreiben, die den Materialraum ausw\u00e4hlte. Die Ortsentscheidung fiel schnell und das Licht blieb ausgeschaltet, die T\u00fcr jedoch ge\u00f6ffnet. Zun\u00e4chst kam eine leichte Unsicherheit in Bezug auf die Aufgabenstellung und wie man beginnen k\u00f6nnte auf. Deshalb gab ich den Hinweis, dass auch die Assoziationskette mit einbezogen werden k\u00f6nne. Danach viel es der Gruppe leicht, sich auszutauschen und mit den pers\u00f6nlichen inneren Bildern zu arbeiten. Es kam das Thema eines <em>summenden Insektenschwarmes<\/em>, eines gro\u00dfen <em>Organismus<\/em> auf, der alles \u00fcberrollt. Sie assoziierten weiter mit dem Bild einer <em>Welle<\/em> als Symbol f\u00fcr etwas Fortlaufendes und Bedrohliches. Jemand hatte die Idee, dass sich alle nebeneinander auf den Boden legen und dann in eine Richtung rollen k\u00f6nnten, als Verbildlichung einer Welle. Es herrschte die ganze Zeit rege Diskussion \u00fcber die Positionen und die Art der Durchf\u00fchrung der Bewegungen. Die Gruppe arbeitete gemeinsam und konzentriert, einzelne Gruppenteilnehmer \u00e4u\u00dferten neue Ideen, so dass in der gesetzten Zeit eine abgeschlossene Sequenz erarbeitet werden konnte.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend pr\u00e4sentierte jede Gruppe ihr performatives St\u00fcck. Dabei wurde die Audiodatei teils per Handy, teils \u00fcber ein transportables Soundsystem abgespielt. Bei der Pr\u00e4sentation der von mir begleiteten Gruppe waren alle Zuschauenden eng am Rand des Raumes zusammengedr\u00e4ngt und die Darsteller\/innen w\u00e4lzten sich langsam, die Gliedma\u00dfen nachziehend, in eine Richtung. Die Bewegungen wirkten leblos und unmenschlich. Das St\u00fcck war recht kurz und die Bewegungen durch die Enge des Raumes begrenzt. Die Teilnehmer\/innen der zweiten Gruppe hatten f\u00fcr ihre performative Sequenz den Flur gew\u00e4hlt. Sie begannen auf dem Boden in einem Kreis kniend, erhoben sich und liefen an die W\u00e4nde, mit den H\u00e4nden nach vorne ausgestreckt. Dann kamen sie synchron wieder zusammen und gaben sich die H\u00e4nde. Es erinnerte mich an eine Fremdsteuerung des Menschen und an Zombies, das Ende an ein verschw\u00f6rerisches Ritual. Die dritte Gruppe hatte eine sehr lange Sequenz im Seminarraum entwickelt und dazu auch zwei Tische mit einbezogen. Jeweils eine Person kniete auf und unter jedem Tisch. Zwei weitere liefen, Bewegungen eines religi\u00f6sen Zeremoniells nachahmend, um diese Tische herum. Die Mimik war steif und eingefroren, auch hier wirkten die Darsteller\/innen wie fremdgesteuert. Die N\u00e4he zur Kirche war hier offensichtlich und sehr bildhaft dargestellt, vermutlich beeinflusst durch den getragenen Gesang der Sounddatei.<\/p>\n<p>Bei jeder Gruppe wurde kurz besprochen, was zu sehen war, welche Gef\u00fchle ausgel\u00f6st wurden und welche Wirkung die Sequenz erzielt hat. Bei der dritten Gruppe f\u00fchrte die Diskussion hin zur Auswahl und Wirkungsweise der unterschiedlichen R\u00e4umlichkeiten. Es kam zur Sprache, dass die R\u00e4ume eine Performance immer beeinflussten, unabh\u00e4ngig wie bewusst oder unbewusst sie gew\u00e4hlt und einbezogen werden. In diesem Fall wurden die R\u00e4ume teilweise passend ausgew\u00e4hlt und in die St\u00fccke mit einbezogen, was besonders bei der ersten und zweiten Gruppe der Fall war.<\/p>\n<p>Zum Abschluss erfolgte die Pr\u00e4sentation von Anne Imhofs Arbeitsweise anhand der zwei j\u00fcngsten Werke \u201eAngst II\u201c und \u201eFaust\u201c. Hier wurde auf Eckdaten, Hintergr\u00fcnde, Wirkungen und Symboliken sowie auf die Arbeitsweise der K\u00fcnstlergruppe eingegangen. Durch die offen formulierte Frage \u201eHabt ihr noch Fragen zu Anne Imhof?\u201c entstand eine l\u00e4ngere Diskussion, in der ersichtlich wurde, dass das Werk zahlreiche Fragen aufgeworfen hatte und ein gro\u00dfer Bedarf nach Austausch bestand.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Quellenverzeichnis<\/strong><\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p><strong>Franziska Aigner, Eliza Douglas: <\/strong>Franziska Eigner und Eliza Douglas im Gespr\u00e4ch. In: Pfeffer, Susanne (Hrsg.): Anne Imhof. Faust. Ausstellungskatalog Deutscher Pavillon, Biennale von Venedig 2017, Verlag der Buchhandlung K\u00f6nig, 2017, S. 47-53<\/p>\n<p><strong>Imhof, Anne: Pfeffer, Susanne: <\/strong>Anne Imhof und Susanne Pfeffer im Gespr\u00e4ch. In: Pfeffer, Susanne (Hrsg.): Anne Imhof. Faust. Ausstellungskatalog Deutscher Pavillon, Biennale von Venedig 2017, Verlag der Buchhandlung K\u00f6nig, 2017, S. 13-24<\/p>\n<p><strong>Pfeffer, Susanne:<\/strong> Anne Imhof. Faust. Ausstellungskatalog Deutscher Pavillon,\u00a0Biennale von Venedig 2017, Verlag der Buchhandlung K\u00f6nig, 2017<\/p>\n<p><strong>Madison, Tobias:<\/strong> Liquid Hells. In: Flash Art, 47 (2014), Nr. 299, S. 82-87<\/p>\n<p><strong>Stakemeier, Kerstin:<\/strong> Remote Control. In: Artforum, 55 (2016), Nr. 1, S. 336-339<\/p>\n<p><strong>Stakemeier, Kerstin: <\/strong>Aquarium Transformer, In: Pfeffer, Susanne (Hrsg.): Anne\u00a0Imhof. Faust. Ausstellungskatalog Deutscher Pavillon, Biennale von Venedig 2017, Verlag der Buchhandlung K\u00f6nig, 2017, S. 35-46<\/p>\n<p><strong>Schwarze, Dirk:<\/strong> Anne Imhof. Wenn die N\u00e4he unertr\u00e4glich wird. Ein Portr\u00e4t der K\u00fcnstlerin, die 2017 den deutschen Pavillon in Venedig bespielt. In: Kunstforum International, 2017, Nr. 244, S. 200-209<\/p>\n<p><strong>Internetquellen<\/strong><\/p>\n<p>http:\/\/www.smb.museum\/ausstellungen\/detail\/anne-imhof-angst-ii.html, letzter Zugriff am: 26.2.2018<\/p>\n<p>http:\/\/www.echo-online.de\/freizeit\/kunst-und-kultur\/kulturnachrichten\/sado-maso-faust-die-frankfurter-kuenstlerin-anne-imhof-erlaubt-sich-auf-der-biennale-fuer-deutschland-den-haertesten-beitrag_17885365.htm, letzter Zugriff am: 26.02.2018<\/p>\n<p>https:\/\/www.inexhibit.com\/case-studies\/faust-by-anne-imhof-the-german-pavilion-at-the-venice-art-biennale-2017\/, letzter Zugriff am: 26.02.2018<\/p>\n<p>https:\/\/thespaces.com\/2016\/09\/14\/artist-anne-imhof-fills-berlins-hamburger-bahnhof-with-fog\/, letzter Zugriff am: 26.02.2018<\/p>\n<p>https:\/\/www.welt.de\/kultur\/kunst-und-architektur\/article159096619\/Anne-Imhof-bespielt-den-Deutschen-Pavillon.html, letzter Zugriff am: 26.02.2018<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Eigener Zusammenschnitt aus \u201eAnne Imhof. Angst II\/Film zur Ausstellung\u201c, ver\u00f6ffentlicht auf Youtube durch die Freunde der Nationalgalerie, https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bjVGOLmWmRw, Zugriff am 28.01.2018.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\"><\/a><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>TEXT: MARTHA TILLE 1.) Individueller Zugang zum Werk von Anne Imhof Meine erste Konfrontation mit Anne Imhofs Werk erlebte ich durch Videoausschnitte der Performance \u201eAngst II\u201c, aufgef\u00fchrt im Hamburger Bahnhof in Berlin im September 2016. Sofort f\u00fchlte ich mich eingesogen und vereinnahmt von der Welt, die Anne Imhof hier erschafft. 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