{"id":265,"date":"2009-12-01T21:41:33","date_gmt":"2009-12-01T19:41:33","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.tu-dresden.de\/lernen-durch-design\/?p=265"},"modified":"2009-12-01T21:41:33","modified_gmt":"2009-12-01T19:41:33","slug":"designsession1_aufschreiben-mitschreiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.tu-dresden.de\/lernen-durch-design\/2009\/12\/01\/designsession1_aufschreiben-mitschreiben\/","title":{"rendered":"Designsession 1: Aufschreiben\/Mitschreiben"},"content":{"rendered":"<h2><em>&#8222;Design unter Zeitdruck&#8220;<\/em><strong><br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<ul>\n<li>Datum: 25.11.2009<\/li>\n<li>Designreporter: Angela Jakob<\/li>\n<\/ul>\n<h2>1. Was ist die Situation? (Was ist das Problem?)<\/h2>\n<p>In den ersten Minuten \u00a0der Designsession kl\u00e4rte das Team unter Moderation von Herrn Raff zun\u00e4chst, aus welchen Einzelproblemen das Design-Thema \u201eMitschreiben\u201c besteht. Folgende Gedanken wurden dabei ge\u00e4u\u00dfert:<\/p>\n<ul>\n<li>Mitschreiben ist Encodierung von Informationen und deren externe Speicherung<\/li>\n<li>Mitschreiben ist Transformation von gesprochenem Wort in Schrift =&gt; Transformation von einem Audioformat in ein visuelles Format<\/li>\n<li>diese Transformation muss zeitversetzt stattfinden, da zuerst das Geh\u00f6rte verarbeitet werden muss bevor die Mitschrift erfolgen kann<\/li>\n<li>Mitschriften sind sehr subjektiv, jede Mitschrift\u00a0 wird daher anders aussehen, da sie abh\u00e4ngig sind von den Pr\u00e4ferenzen der Mitschreibenden, der Schreibgeschwindigkeit oder\u00a0der Bewertung des Vorlesestoffes<\/li>\n<li>die Qualit\u00e4t der Mitschrift ist nicht nur abh\u00e4ngig von der Tagesform der Mitschreibenden, sondern auch von der Vorlesungsqualit\u00e4t, der Lesegeschwindigkeit, der Struktur einer Vorlesung<\/li>\n<li>besonders hilfreich f\u00fcr Mitschriften sind vorab ausgedruckte Folien der Vorlesung, die w\u00e4hrend des Mitschreibens nur noch erg\u00e4nzt werden m\u00fcssen<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr diese Arbeitsphase waren zun\u00e4chst nur 5 min geplant, allerdings musste die Sammlung der Ideen auf 9 min verl\u00e4ngert werden.<\/p>\n<h2><strong>2. <\/strong><strong>Was w\u00e4re eine pr\u00e4ferierte Situation?<\/strong><\/h2>\n<p>Das Designteam konnte auf diese Frage keine generelle Antwort finden, da jede Mitschrift abh\u00e4ngig ist von der Art der Lehrveranstaltung und dem Zweck der Mitschrift. Dennoch scheint es in jedem Fall sinnvoll, wenn der Lesende eine gute Struktur seiner Vorlesung vorgibt.<\/p>\n<p>Auf die Frage: \u201eWas w\u00e4re ein gutes Ergebnis der Mitschrift?\u201c konnte das Team folgende Antworten finden :<\/p>\n<ul>\n<li>Die Mitschrift muss f\u00fcr das Lernen vor Klausuren brauchbar sein und eventuell sogar aufwendige Literaturrecherchen ersparen.<\/li>\n<li>Die Mitschrift soll ein gutes Werkzeug f\u00fcr unser Lernen werden.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>3. <\/strong><strong>Was machen wir wenn wir mitschreiben?<\/strong><\/h2>\n<p>In dieser 10-min\u00fctigen Arbeitsphase entstand auf gelben PostIts eine Ideensammlung, welche physischen und geistigen Aktivit\u00e4ten die Mitschreibenden w\u00e4hrend einer Mitschrift ausf\u00fchren. Dies sind beispielsweise:<\/p>\n<ul>\n<li>sehen, lesen, zuh\u00f6ren<\/li>\n<li>selektieren, bewerten, auslassen<\/li>\n<li>schreiben, markieren, kopieren, transformieren (vom Audioformat in ein visuelles Format)<\/li>\n<\/ul>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-274\" src=\"http:\/\/blog.tu-dresden.de\/lernen-durch-design\/files\/2009\/12\/IMG_0012-499x374.jpg\" alt=\"IMG_0012\" width=\"499\" height=\"374\" \/><\/p>\n<p>Nach der Sammlung der T\u00e4tigkeiten wurden diese nach Handlungsarten und \u2013stufen gruppiert.<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-276\" src=\"http:\/\/blog.tu-dresden.de\/lernen-durch-design\/files\/2009\/12\/3.2.-499x374.jpg\" alt=\"Abb. 3.2.\" width=\"499\" height=\"374\" \/><\/strong><\/p>\n<h2><strong>4<\/strong><strong>. Welche Hilfsmittel k\u00f6nnen wir nutzen?<\/strong><\/h2>\n<p>Anhand der gesammelten Aktivit\u00e4ten (siehe Punkt 3) wurden nun in einer wiederum 10-min\u00fctigen Arbeitsphase\u00a0 auf roten PostIts\u00a0 Arbeits- und Hilfsmittel, aber auch k\u00f6rperliche Voraussetzungen zusammengetragen, die bei diesen T\u00e4tigkeiten hilfreich sein k\u00f6nnen und den jeweiligen Aktivit\u00e4ten (gelbe PostIts) zugeordnet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-277\" src=\"http:\/\/blog.tu-dresden.de\/lernen-durch-design\/files\/2009\/12\/4.1-374x499.jpg\" alt=\"Abb. 4.1\" width=\"374\" height=\"499\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-278\" src=\"http:\/\/blog.tu-dresden.de\/lernen-durch-design\/files\/2009\/12\/4.2-499x374.jpg\" alt=\"Abb. 4.2\" width=\"499\" height=\"374\" \/><\/p>\n<h2><strong>5. <\/strong><strong>Ideensammlung<\/strong><\/h2>\n<p>In einer weiteren 15-min\u00fctigen Phase wurden nun aus der Kombination von Aktivit\u00e4ten und Hilfsmitteln Ideen gesammelt, wie das Mitschreiben hinsichtlich der in Punkt 2. formulierten pr\u00e4ferierten Situation effektiver gestaltet werden kann. Beispielsweise lie\u00dfen sich aus der Kombination von Graphomotorik (k\u00f6rperliche Voraussetzung) und der Aktivit\u00e4t k\u00fcrzen\/reduzieren folgende Ideen ableiten:<\/p>\n<ul>\n<li>effektivere Zeichensetzung (unn\u00f6tige Satzzeichen weglassen)<\/li>\n<li>kleiner schreiben<\/li>\n<li>keine Schn\u00f6rkel<\/li>\n<li>i-Punkte und Gro\u00dfschreibung weglassen<\/li>\n<li>viele Abk\u00fcrzungen (vor allem auch eigene) nutzen<\/li>\n<li>viele Symbole anstelle von W\u00f6rtern oder Wortgruppen verwenden<\/li>\n<li>eine eigene Mitschreibsprache entwickeln<\/li>\n<li>auf kanonische Textproduktion verzichten<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>6. <\/strong><strong>Prototyp<\/strong><\/h2>\n<p>In dieser letzten Arbeitsphase wurden entsprechend der Vorschl\u00e4ge aus dem Team drei Prototypen von Mitschriften erstellt, die jedoch alle drei nicht die ungeteilte Zustimmung der Teammitglieder fanden, womit best\u00e4tigt war, was zu Beginn der Designsession vermutet wurde: Mitschriften sind einerseits sehr vom jeweiligen Vortrag andererseits vom Mitschreibstil und den Pr\u00e4ferenzen des Mitschreibenden abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Ein erster Prototyp basierte sehr stark auf der Arbeit mit Abk\u00fcrzungen und Randbemerkungen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-325\" src=\"http:\/\/blog.tu-dresden.de\/lernen-durch-design\/files\/2009\/12\/IMG_0193-374x499.jpg\" alt=\"IMG_0193\" width=\"374\" height=\"499\" \/><\/p>\n<p>Der zweite Prototyp war sehr stark vorstrukturiert um sowohl Raum f\u00fcr inhaltliches Mitschreiben als auch f\u00fcr eigene Kommentare und formale Notizen wie Datum, Vortragsthema, Vorlesungsreihe u.s.w. zur Verf\u00fcgung zu haben. Allerdings lie\u00df diese rasterartige Struktur (zu der Herr Raff \u00fcber ein mitgebrachtes Bild anregte, siehe Foto) zu wenig Platz zum Mitschreiben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-326\" src=\"http:\/\/blog.tu-dresden.de\/lernen-durch-design\/files\/2009\/12\/IMG_0194-374x499.jpg\" alt=\"IMG_0194\" width=\"374\" height=\"499\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-279\" src=\"http:\/\/blog.tu-dresden.de\/lernen-durch-design\/files\/2009\/12\/5.1-374x499.jpg\" alt=\"Abb 6.1\" width=\"374\" height=\"499\" \/><\/p>\n<p>Der dritte Mitschreibe-Prototyp war eher eine Art Mindmap. Diese Art der Mitschrift hat zwar systematische Vorteile, bietet aber ebenfalls zu wenig Raum f\u00fcr inhaltliche Notizen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-282\" src=\"http:\/\/blog.tu-dresden.de\/lernen-durch-design\/files\/2009\/12\/5.22-374x499.jpg\" alt=\"Abb. 6.2\" width=\"374\" height=\"499\" \/><\/p>\n<h2><strong>7. <\/strong><strong>Testszenario<\/strong><\/h2>\n<p>Um die gesammelten Ideen zu testen, vereinbarten die Teammitglieder, in den kommenden Vorlesungen Mitschriften bewusst anhand der gesammelten Ideen anzufertigen und so deren Praktikabilit\u00e4t zu pr\u00fcfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Design unter Zeitdruck&#8220; Datum: 25.11.2009 Designreporter: Angela Jakob 1. Was ist die Situation? (Was ist das Problem?) 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