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August 2018: Aktuelle Forschungsergebnisse im ifo-Schnelldienst Nr. 16/2018 veröffentlicht

In der Literatur zur Effizienz von Hochschulen werden entweder die eingeworbenen Drittmittel oder die Anzahl der Publikationen als Indikator für institutionelle Forschungsleistungen verwendet. Fraglich ist jedoch, ob diese verschiedenen Indikatoren zu ähnlichen Einschätzungen bezüglich der Effizienz von Universitäten kommen.
In ihrem im ifo-Schnelldienst Nr.16/2018 erschienenen Artikel „Zur Messung von Forschungsleistungen in der Effizienzanalyse: Drittmittel versus Publikationen“ vergleichen Gralka, Wohlrabe und Bornmann daher vier verschiedene Indikatoren: das Drittmittelaufkommen, die Anzahl der Veröffentlichungen sowie die Anzahl jener Publikationen, die zu den 10% bzw. 1% der am häufigsten zitierten Publikationen in ihrem Fach und Publikationsjahr gehören. Unterschieden wurde zwischen Schätzungen, die auf dem Modell der Data Envelopment Analysis (DEA) beruhen und solchen, die aus einer Stochastic Frontier Analysis (SFA) resultieren. Verwendet wurde ein Panel-Datensatz, der 72 deutsche, öffentliche Hochschulen erfasst und einen umfassenden Überblick über Ausgaben, Absolventen, Angestellte, Drittmittel und Publikationen dieser Institutionen bietet.
Die Autoren zeigen, dass die auf Basis der verschiedenen Indikatoren ermittelten durchschnittlichen Effizienzwerte über den gesamten Zeitraum der Studie (2004-2014) stark korrelieren. Dieser Zusammenhang ist für die DEA stärker ausgeprägt als für die SFA. Bei der Interpretation von Effizienzwerten sollte neben den eingesetzten Indikatoren auch die zur Schätzung von Effizienzwerten verwendete Methode beachtet werden.

Autor: peerup | 25. September 2018 | 10:35 Uhr

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