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Learner Communities of Practice

Eine Zukunft für Delicious – ein Beitrag über Social Bookmarking

Nachdem Yahoo Ende 2010 bekanntgab, sich von seinem Social Bookmarking-Dienst Delicious zu trennen, wurde vielfach über ein mögliches Aus spekuliert. Nun hat sich mit dem Software Unternehmen AVOS der YouTube-Gründer Chad Hurley und Steve Chen, ein neuer Betreiber gefunden. Eine Nachricht die Anlass genug ist, der Frage nachzugehen, worum es bei Social Bookmarking eigentlich geht und wie es funktioniert.

Vom Bookmarking zu Social Bookmarking

Zur Verwaltung von Informationen aus dem Internet, kann man die Lesezeichen-Funktion seines Web-Browsers nutzen oder auch per copy&paste eine Liste anlegen. Beide Methoden geraten jedoch dann ihre Grenzen, wenn aufgrund der Vielzahl an Lesezeichen (Bookmarks), die gesuchte Information unauffindbar bleibt. Auch sollte man wissen wo sich welche Bookmarks befinden, denn die Lesezeichen-Funktion des Browsers ist auf einen PC begrenzt.

Beim Social Bookmarking hingegen, werden die Lesezeichen von mehreren Nutzern auf einem Internetserver abgelegt. Der Zugriff erfolgt über einen Web-Browser, ohne an einen bestimmten PC gebunden zu sein. Mit Benutzernamen und Passwort ist es von überallher möglich Bookmarks hinzuzufügen, zu löschen, sie mit Schlagworten (engl. Tags) zum besseren Wiederfinden zu versehen, zu kommentieren und zu bewerten. Andere Nutzer können öffentlich gesammelte Bookmarks sehen, bewerten und in ihre Sammlung übernehmen – SOCIAL Bookmarking eben. Auf den Startseiten der Plattformen befindet sich meist eine Liste zuletzt (öffentlich) gespeicherter Lesezeichen und eine Übersicht am häufigsten verwendeter Tags – dies erleichtert die Suche nach einem bestimmten Thema.

Social Bookmarking und informelles Lernen im Studium

Informelle Lernprozesse im Studium kann Social Bookmarking auf vielerlei Art unterstützen. Zur Themenfindung für Seminar- oder Abschlussarbeiten, kann es hilfreich sein Social Bookmarking-Plattformen zu durchstöbern. Für die Gruppenarbeit in einem Projekt oder Forschungsvorhaben, kann das Anlegen einer gemeinsamen Sammlung den Informationsaustausch vereinfachen. Auch kann es sinnvoll sein, zu Beginn seines Studiums eine Sammlung anzulegen, die dann kontinuierlich gefüllt wird – sodass während des Studiums keine Informationen verloren gehen. Eine Bookmark-Sammlung eines Studiengangs oder Fachbereichs wiederum kann den gemeinsamen Aufbau einer Wissensplattform ermöglichen und den Studierenden den Zugang zu Informationen rund um ihr Studium erleichtern.

Zum Schluss

Das Projekt LCP ist vor kurzem von Delicious zu Diigo umgezogen – ein unproblematischer Vorgang, da Diigo die Möglichkeit bietet Delicious-Bookmarks inkl. Tags zu importieren. Die Frage allerdings, was aus den Bookmark-Sammlungen wird, wenn eine Plattform keinen Betreiber mehr hat, dürfte bleiben.

Zu den LCP-Bookmarks bei Diigo geht es hier.

Ein Video zu Social Bookmarking gibt es hier.

Autor: lcpherbst | 12. Mai 2011 | 13:21 Uhr

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