VERMITTLUNGSSITUATION ZUM WERK JÜRGEN ALBRECHTS

„Sparkling Moments – Licht als künstlerisches Material“

Vermittlungssituation zum Werk Jürgen Albrechts

TEXT: Magdalena Holzweißig und Michelle Pfeifer 

  1. Verortung

Seit der klassischen Moderne ist in der Kunst bzgl. des Materials ein Paradigmenwechsel zu verzeichnen, der u.a. Konsequenzen für die kunstpädagogische Praxis nach sich zieht. Das Material unterliegt nicht mehr „dem Primat der Form, sondern [wird] als autonome ästhetische Kategorie künstlerischer Arbeit betrachtet“ (Kathke 2017, S. 24). Im „Neuen Materialismus“ werden Materialien konkret verwendet, anstatt sie nachzuahmen oder eine gewisse Materialität zu illusionieren. Dies führt zu einer „Verlagerung von Sinn und Bedeutung in das Material und seine Inszenierung“ (Kathke 2017, S. 28). Im Zuge einer kunstpädagogischen Professionalisierung ist es daher unumgänglich sich mit der Bedeutung von Materie, Material und Materialität für künstlerisches Handeln auseinanderzusetzen. VERMITTLUNGSSITUATION ZUM WERK JÜRGEN ALBRECHTS weiterlesen

VERMITTLUNGSSITUATION IM LEONHARDIMUSEUM

# Verortung

EINE VERMITTLUNGSSITUATION IM MUSEUM.

WAS ZEICHNET DIESEN BESONDEREN LERNORT
AUS UND WIE GELINGT DIE VERMITTLUNG?

TEXT: MARTHA TILLE

Das Museum ist als ein Ort zu begreifen, der schulisches Lernen durch authentische Erfahrungen erweitert und bereichert. Dabei kann er als Teil in ein Projekt aufgenommen werden, der Vertiefung der Unterrichtsinhalte dienen oder auch bewusst als Freiraum definiert werden (Vgl. Rupprecht 2016, S. 271f.).

VERMITTLUNGSSITUATION IM LEONHARDIMUSEUM weiterlesen

IM GRÜNEN. THE PLACE TO BE

/ Radtour des fachdidaktischen Seminars „Zeitgenössische Modelle ästhetischer Bildung“ des Fachbereichs Kunstpädagogik an der TU Dresden

EIN BEITRAG VON JONAS TROPARTZ

Am 19.06.2018 begaben sich Studierende des Seminars „Zeitgenössische Modelle ästhetischer Bildung“ in die Erprobung dreier unterschiedlicher Vermittlungssituationen im außeruniversitären Raum. Unter den Themenkomplexen „Ästhetische Forschung“, „Ort“ und „Museum“ befanden sich alle Teilnehmenden an drei unterschiedlichen öffentlichen Orten der Stadt Dresden. Ziel dieser Durchführungen war es, eigens konzipierte Vermittlungskonzepte der Studierenden zu erproben, sich Herausforderungen des öffentlichen Raums und zeitgenössischen Standpunkten zu stellen und den Tag mit neuen Erkenntnissen zu beenden. IM GRÜNEN. THE PLACE TO BE weiterlesen

VERMITTLUNGSSITATION ZU EVA UND FRANCO MATTES

EINE VERMITTLUNGSSITUATION VON KARL LAURINAT U. A.

TEXT: KARL LAURINAT


1. ) Annäherung an das Künstlerpaar Mattes

Bei dem Versuch, sich dem Künstlerpaar Mattes zu nähern, begegnet man nicht zwei Akteur*innen. Man trifft auf eine Vielzahl von Identitäten und Pseudonymen: Darko Maver, Luther Blissett, 0100101110101101.org und Zoe, nicht zuletzt auf Eva und Franco. Ebenso unüberschaubar verhält es sich mit ihren Arbeitstechniken, zu welchen neben Net-Art und Performances auch Skulpturen und Drucke gehören. Künstler_innen oder Provokateur_innen, Aktionist_innen oder Hacker_innen? Vermutlich ein bisschen von allem.

Die Verortung der künstlerischen Position fällt im ersten Moment schwer, wozu das Fehlen von Stellungnahmen und Interviews beiträgt. Auch geografisch gesehen: Trotz eines festen Wohnsitzes in Brooklyn (New York), pflegen sie starke Beziehungen zur Künstler_innenszene in Europa. Auf ihrer Internetseite 0100101110101101.org, die das Produkt einer früheren Arbeit darstellt, wird das Biografische lediglich in dem Satz „Eva and Franco Mattes (b. 1976, Italy) are an artist duo based in New York.“ (Mattes, E./Mattes, F.: 0100101110101101.org. ABOUT) abgehandelt. VERMITTLUNGSSITATION ZU EVA UND FRANCO MATTES weiterlesen

VERMITTLUNGSSITUATION ZU ANNE IMHOF

TEXT: MARTHA TILLE


1.) Individueller Zugang zum Werk von Anne Imhof

Meine erste Konfrontation mit Anne Imhofs Werk erlebte ich durch Videoausschnitte der Performance „Angst II“, aufgeführt im Hamburger Bahnhof in Berlin im September 2016. Sofort fühlte ich mich eingesogen und vereinnahmt von der Welt, die Anne Imhof hier erschafft. Ich war fasziniert von der Vielschichtigkeit des Werkes, von den sehr eindrücklichen Bild- und Soundebenen, von den starken Emotionen, die in mir aufstiegen. Ambivalente Gefühle zwischen Angst und Faszination, Erstarrung und Irritation, Anziehung und Abstoßung kamen auf. Doch bald begann das Gefühl, Zuschauerin einer  fremden Welt zu sein, zu kippen. Ich sah die düstere Überzeichnung unserer eigenen Welt, die mich tief verstörte und abstieß, aber gleichermaßen auch in ihren Bann zog. In Imhofs Werk eröffnete sich mir eine neue Art der Körperarbeit, die ich bisher nur in zeitgenössischem Tanz, insbesondere durch Werke von William Forsythe, kennen gelernt hatte. Eliza Douglas formuliert in einem Interview zu Anne Imhofs Performance Forever Rage aus dem Jahr 2015 meiner Meinung nach sehr treffend die Wirkung ihrer Performances:

 Es scheint, als seien viele Leute von den Performances gefesselt, ohne genau erklären zu können warum. Es ist eine krasse Erfahrung, wenn wir das, was mit uns passiert, nicht in Worte fassen können. […] Das geht mit dem Versuch einher, etwas zu artikulieren, das sich per se dieser Artikulation entzieht; es ist also immer auch ein Versuch, die Grenzen der Sprache auszutesten. (Aigner, Douglas 2017, S. 48) VERMITTLUNGSSITUATION ZU ANNE IMHOF weiterlesen

Ein Blog des kunstpädagogischen Instituts der TU Dresden